Vom Mockup zur Datenbrille – ein Rückblick


Am 14. Juni waren wir in unserer Reihe „GI und Freunde“ bei der GESIS mbH in Salzgitter zu Besuch.

Im Vortrag „Vom Mockup zur Datenbrille – Compilerbau für industrielle mobile Anwendungen“ von Stefan Winkler und Dipl.-Inf. Thorsten Schulz aus dem Bereich Entwicklung Fertigungssysteme der GESIS mbH wurden wir an aktuelle Herausforderungen in der Entwicklung von Software-Systemen und Anforderungen an intelligente benutzerfreundliche Mobile Devices in der Fertigung am Beispiel einer Datenbrille herangeführt.

(v.l.n.r.) Peter Wegner (GESIS), Anja Schaar-Goldapp (Lineas, GI), Thorsten Schulz (GESIS), Heike Niederau-Buck (GESIS), Stefan Winkler (GESIS) und André Richter (SZ AG, GI)

Die Entwicklung von Softwaresystemen ist in der Regel mit einem hohen Einsatz an Ressourcen verbunden. Schnell werden diese Systeme sehr komplex und sind in ihrer Entwicklung sowie Wartbarkeit schwer zu überblicken. Ein entsprechendes Software-Engineering mit der Verwendung von wohldefinierten Architekturen und Entwurfsmustern ist somit unerlässlich. Für die Entwicklung von Softwaresystemen können zudem Generierungswerkzeuge einen wichtigen Part übernehmen. Diese sind Übersetzer, auch Compiler genannt, die aus einer bestimmten Quellsprache eine gewünschte Zielsprache erzeugen. Compiler werden nicht nur im Rahmen des Übersetzens von Programmiersprachen eingesetzt, womit sie zuerst assoziiert werden, sondern ihre Methoden werden in vielen Bereichen der Informatik und Softwaresystemen genutzt.

In dem ersten Teil des Vortrags hat Stefan Winkler das Generierungswerkzeug mit dem Schwerpunkt des technischen Aufbaus vorgestellt. Dabei stand der Compilerbau im Vordergrund. Im zweiten Teil präsentierte Thorsten Schulz das Praxisbeispiel, welches mit Hilfe des Produktportfolios realisiert wurde. Dabei handelte es sich um das Projekt „moreMoves Guardian“, wo eine Entwicklung von Anwendungen für eine Schutzhelmintegrierte Datenbrille inkl. Gestensteuerung über faseroptische Systeme für den Einsatz in der Stahlindustrie verwirklicht wird.

Im Anschluss an den Vortrag bestand die Möglichkeit die Datenbrille im Besucherzentrum der Salzgitter Flachstahl GmbH selbst auszuprobieren und mit der vor Ort verbauten Technik Funktionen live zu erleben.