GI-Wahlen 2017

Bis zum 1. Dezember 2017 können Sie das Präsidium der GI für die Amtszeit 2018/19 wählen.

Die Wahlunterlagen sollten Sie in den letzten Tagen per Post erhalten haben, weitere Informationen zur Wahl und den Kandidaten finden Sie unter: https://www.gi.de/wahlen2017.html


Vom Mockup zur Datenbrille – ein Rückblick

Am 14. Juni waren wir in unserer Reihe „GI und Freunde“ bei der GESIS mbH in Salzgitter zu Besuch.

Im Vortrag „Vom Mockup zur Datenbrille – Compilerbau für industrielle mobile Anwendungen“ von Stefan Winkler und Dipl.-Inf. Thorsten Schulz aus dem Bereich Entwicklung Fertigungssysteme der GESIS mbH wurden wir an aktuelle Herausforderungen in der Entwicklung von Software-Systemen und Anforderungen an intelligente benutzerfreundliche Mobile Devices in der Fertigung am Beispiel einer Datenbrille herangeführt.

(v.l.n.r.) Peter Wegner (GESIS), Anja Schaar-Goldapp (Lineas, GI), Thorsten Schulz (GESIS), Heike Niederau-Buck (GESIS), Stefan Winkler (GESIS) und André Richter (SZ AG, GI)

Die Entwicklung von Softwaresystemen ist in der Regel mit einem hohen Einsatz an Ressourcen verbunden. Schnell werden diese Systeme sehr komplex und sind in ihrer Entwicklung sowie Wartbarkeit schwer zu überblicken. Ein entsprechendes Software-Engineering mit der Verwendung von wohldefinierten Architekturen und Entwurfsmustern ist somit unerlässlich. Für die Entwicklung von Softwaresystemen können zudem Generierungswerkzeuge einen wichtigen Part übernehmen. Diese sind Übersetzer, auch Compiler genannt, die aus einer bestimmten Quellsprache eine gewünschte Zielsprache erzeugen. Compiler werden nicht nur im Rahmen des Übersetzens von Programmiersprachen eingesetzt, womit sie zuerst assoziiert werden, sondern ihre Methoden werden in vielen Bereichen der Informatik und Softwaresystemen genutzt.

In dem ersten Teil des Vortrags hat Stefan Winkler das Generierungswerkzeug mit dem Schwerpunkt des technischen Aufbaus vorgestellt. Dabei stand der Compilerbau im Vordergrund. Im zweiten Teil präsentierte Thorsten Schulz das Praxisbeispiel, welches mit Hilfe des Produktportfolios realisiert wurde. Dabei handelte es sich um das Projekt „moreMoves Guardian“, wo eine Entwicklung von Anwendungen für eine Schutzhelmintegrierte Datenbrille inkl. Gestensteuerung über faseroptische Systeme für den Einsatz in der Stahlindustrie verwirklicht wird.

Im Anschluss an den Vortrag bestand die Möglichkeit die Datenbrille im Besucherzentrum der Salzgitter Flachstahl GmbH selbst auszuprobieren und mit der vor Ort verbauten Technik Funktionen live zu erleben.


„Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ – Preisverleihung

Am 21. März 2017 wurden auf der CeBIT in Hannover die Gewinner des „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ ausgezeichnet. Mit dem Gründerwettbewerb prämiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) innovative Unternehmensgründungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Bundesministerin Zypries: „Wir wollen, dass mehr junge Menschen und insbesondere auch Frauen, mit innovativen Ideen gründen, sich neue Märkte erschließen und Arbeitsplätze schaffen.“ Die Preisverleihung wurde von der Bundesministerin und GI-Präsidiumsmitglied Anja Schaar-Goldapp (Geschäftsführerin Lineas) als Mitglied der Wettbewerbsjury durchgeführt.

CeBIT 2017: Anja Schaar-Goldapp und Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Quelle: © BMWi / Maurice Weiss

CeBIT 2017: Anja Schaar-Goldapp und Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Quelle: © BMWi / Maurice Weiss

Dieses Jahr hatten sich insgesamt 306 Gründerteams bestehend aus 769 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beworben. Ausgezeichnet wurden sechs Teams mit Hauptpreisen in Höhe von je 32.000 Euro, zwei Teams mit Sonderpreisen zu den Themen „Digitale Bildung“ und „Big Data“ in Höhe von je 10.000 Euro sowie 13 weitere Teams mit Preisen in Höhe von je 7.000 Euro. Neben dem Startkapital für die eigene Unternehmensgründung erhalten die Gewinnerteams auch ein auf sie abgestimmtes Coaching und Mentoring.

Bundesministerin Brigitte Zypries und Anja Schaar-Goldapp (GI, Lineas) zeichneten auf der CeBIT Deutschlands innovativste Gründer im digitalen Bereich aus. Quelle: © BMWi/Maurice Weiss

Bundesministerin Brigitte Zypries und Anja Schaar-Goldapp (GI, Lineas) zeichneten auf der CeBIT Deutschlands innovativste Gründer im digitalen Bereich aus. Quelle: © BMWi/Maurice Weiss